Geschichte

Die Zigeuner entwickelten sich nicht nur allein aus der Idee heraus die Hexenfrauen aktiv an der Fasnet teilnehmen zu lassen, vielmehr sollte diese Gruppe einen Bezug zu Umgebung und zum Dorf haben.

Unser damaliger 1. Vorstand Martin Riegger erinnerte sich, dass in den früheren Jahren in und um Hirrlingen viele
Zigeuner lagerten. Bepackt mit einer Menge an Temperament, Humor und ihrem rollenden Heiß-Gebräuwagen, sind sie weder zu bremsen, noch an einer Veranstaltung wegzudenken.

Heute umfasst die aktive Gruppe der Zigeuner einen männlichen Zigeunger und sage und schreibe 90 aktive Frauen. Bei Veranstaltungen und Umzügen treiben die Zigeuner auch ohne Masken mit dem Publikum ihren Schabernack und feuern die Zuschauer mit ihren Schlachtrufen „Hexen-Schuß“ und „Narri-Narro“ unermüdlich an. Interessant wird es für die Zuschauer vor allem bei (ungewollten) Umzugstops… dann bilden die Zigeuner meist einen großen Kreis und stimmen zur Freude der staunenden Zuschauer alte Heimat- und Zigeunerlieder an.

Genauso wie der Besen zur Hexe und die „Bronnasäule“ zum Brunnenspuier gehört, so gehört der „Zigeunerkradda“ gefüllt mit Schnaps, Schwarzwurst, Eiern, Bauernbrot und Bonbons zur Zigeunerin. Beliebt sind die Zigeuner allemal… die Kleinen mögen sie wegen der Bonbons, die Großen wegen des Schnapses.

Ein besonders aktiver Tag unserer Zigeunergruppe ist der „Auselege Dauschdeg“. Der Sturm auf das Rathaus und die Schule sowie humoriges Treiben in den ortsansässigen Geschäften und Gasthäusern bestimmen am „Auselega“ den Tagesablauf der Zigeuner.

Zigeunerleiterinnen

1998 – 1999: Helga Müller
1999 – 2001: Marita Mesam
Seit 2001: Alexandra „Ali“ Biesinger

Grundausstattung

… schwarze Hoor
… a lauds Organ
… a buntes Bliesle
… a Schulderduach
… a bonder Rock
… a Paar alde Schuah
… Kradda mit Schwarzwuscht,
Baurabrod, Schnaps und für die
kleinen Narren viele Bonbons.